Stellensuche ist sinnlos

Zumindest, wenn Sie die herkömmlichen Kanäle der Stellensuche nutzen.

Joblotto

Herkömmliche Bewerbungen gleichen in ihrer Wirkung dem Ausfüllen eines Lottoscheins. Zu viele Bewerber auf zu wenig ausgeschriebene Stellen. Mehr Bewerbungen im “Gießkannenprinzip” bringt meist nur noch mehr Absagen. Wer kennt nicht die Berichte über die Erwerbslosen die Aktenordner voller abgesagter Bewerbungen vorzeigen können? Das ist einen furchtbare und unfruchtbare Verschwendung von Zeit und Geld, die der Erwerbslosen ebenso, wie die der Arbeitgeber. Was nutzen Aktenordner voller Bewerbungen, die, wenn überhaupt, abgesagt wurden?

Leider führt diese Situation bei den meisten Menschen dazu, dass sie glauben, dass es an ihnen selbst liegt. Ihre Qualifikationen reichen nicht aus. Die Vita ist nicht passend. Das Falsche studiert oder gelernt. Der Wohnort ist falsch gewählt. Das kann im schlimmsten Fall zu schweren Depressionen führen und/oder organischen Erkrankungen aber mit Sicherheit nicht zu einer neuen Stelle und schon gar nicht zu einer Stelle, die man wirklich gern möchte.

Es liegt nicht in Ihrer Person. Sie persönlich haben nichts falsch gemacht. Ihr Leben und ihre berufliche Vita sind vollkommen in Ordnung. Sie haben vielleicht noch nicht gelernt, wie Sie das, was Sie machen wollen, was Ihnen Spaß machen würde, dem Arbeitgeber anbieten, zu dem Sie passen und der zu Ihnen passt.

Einen Job, der Spaß macht

Eine Stelle, die man wirklich gerne möchte? Spaß? Ein Arbeitgeber, zu dem ich passe und der zu mir passt? Wer kann sich das heute noch aussuchen? Jetzt sagt sie auch noch gleich, dass ich angemessen bezahlt werden soll.

Sie sollten sich Ihren zukünftigen Arbeitgeber gut aussuchen, denn es soll ja eine lange und produktive Verbindung werden. Und, ja, ich denke, dass Sie für Ihre Arbeit angemessen bezahlt werden sollen. Was für mich bedeutet, dass Sie Ihr Leben und gegebenenfalls das Ihrer Familie unterhalten können. Dass Sie sich, gemessen an unseren Standards und Ihren eigenen Vorstellungen, ein gutes Leben leisten können. Was denn auch anderes? Auch, wenn es Sie möglicherweise erstaunt, es gibt genug Arbeit und Sie müssen den finden, der bereit ist, Sie dafür zu bezahlen.

Arbeitgeber suchen anders als Stellensuchende

Ein Anschreiben und eine Bewerbungsmappe als Reaktion auf eine Stellenanzeige an einen Arbeitgeber zu schicken, stellt Sie nicht nur in die Konkurrenz zu allen anderen Bewerbern. Wir reden ja nicht über 20 – 50 Bewerbungen pro Stelle, sondern eher 500 – 1500 je nach Ausschreibung. Ihre Chancen stehen also 1: 500 –1500.

Was Sie vielleicht auch nicht wissen, ist, dass die Stellenausschreibung für die Unternehmen oftmals das letzte Mittel der Mitarbeitersuche ist. Lange bevor ein Arbeitgeber eine Stelle ausschreibt, ist er schon einige andere Wege gegangen. Vielleicht will er auch nur den Markt testen. Es ist bekannt, dass nicht wenige Stellen, die in Stellenanzeigen ausgeschrieben werden, in den Unternehmen nicht gesucht werden.

Die passende Stelle

Ein Arbeitgeber braucht die passende Person für eine Stelle. Dabei spielen nicht nur die Qualifikation des zukünftigen Mitarbeiters eine Rolle, sondern auch die Persönlichkeit, die in die Firmenkultur passen und in die engere Gruppe, mit der er arbeiten soll. Möglicherweise will er auch wissen, ob diese Person zuverlässig, loyal und engagiert ist. Er wird sich bewusst oder unbewusst fragen, ob sich ein Bewerber mit dem Unternehmen identifizieren kann. In der Flut der Bewerber, die alle weitgehend gleiche Qualifikationen mitbringen, spielen also die als “weich” bezeichneten Faktoren eine zentrale Rolle.

Ein Arbeitgeber stellt niemanden ein, weil er ihm einen Gefallen tun will. Aber er stellt Sie ein, wenn er zu dem Schluss gekommen ist, dass Sie genau die Person sind, die er gesucht hat. Vielleicht hat er Sie ja nicht mal gesucht, sondern Sie haben ihn gefunden und von sich überzeugt.

Andere Wege gehen

Verabschieden Sie sich von den Massenbewerbungen. Machen Sie sich erst einmal ein paar Gedanken darüber, was Sie wirklich wollen, was Sie einem Arbeitgeber anbieten können und bei wem Sie Ihre Arbeitskraft einsetzen wollen. Fangen Sie an zu recherchieren, ob es dafür einen Markt gibt, wie groß dieser ist und möglicherweise, wo sich dieser Markt befindet. Lesen Sie die Tageszeitung und vor allem die lokalen Wirtschaftsnachrichten gründlich durch und beobachten Sie die für Sie interessanten Unternehmen. Lernen Sie ihre Wunschunternehmen gut kennen. Und dann überlegen Sie sich eine Strategie, wie Sie diese Arbeitgeber ansprechen. Lassen Sie diesen Unsinn mit den 10 Bewerbungen pro Monat, wenn Sie können, bevor Sie nicht sehr klar wissen, wohin die Reise geht.

Je mehr Sie über sich und das, was Sie wollen, wissen, desto weniger Arbeitgeber kommen für Sie in Frage und bei denen, die übrig bleiben, steigen Ihre Chancen eingestellt zu werden.

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